Hervorgehobener Beitrag
Hotel Harakiri exklusive Bilder

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Hervorgehobener Beitrag

Hotel Harakiri Rezeption (Archiv)

 

Vorläufiger Text:

Lieber Besucher, Sie sind auf den Archiv-Seiten des Hotel Harakiri angekommen. Das gesamte Hotel-Team freut sich über Ihr Interesse an den hier vorgestellten Beiträgen, die wir aus Platz-Gründen von der Hauptseite des Hotels Harakiri genommen haben, um Ihnen dort auch weiterhin in gewohnter Weise vorzüglichen Firstclass-Service bieten zu können. (…) Wir hoffen sehr, dass auch Sie die eingetretene Verkürzung der Ladezeiten und die verbesserte Übersichtlichkeit auf www.hotelharakiri.de positiv bewerten.

Alle Beiträge in diesem Archiv werden Ihnen von unseren Autoren-Team aus erster Hand gut recherchiert und zeitgemäß aufgearbeitet zur Verfügung gestellt. Bei Gefallen freut sich natürlich das gesamte Hotel Harakiri-Team über Ihre geschätzte, persönliche Weiter-Empfehlung. Neben einer Auswahl von Grafiken, die speziell für unsere Hotel-Besucher entworfen wurden, finden Sie hier auch zahlreiche Artikel der vergangenen Jahre. Wir hoffen sehr, dass Sie auf diesen Archiv-Seiten ebenso viel Spaß haben, wie unser Team, das Ihnen diese Zusammenstellung präsentieren darf.

Es grüßt Sie freundlichst,

Die Hoteldirektion.

So illustrierten die Künstler ihre Sicht auf besondere Ereignisse der Jahre 2012-2014:

Statement zur Europawahl 2014:

Europawahl by 1008

Statement zur Europawahl: Politiker der CDU Arnsberg musste dringend zum Frisör!


Habe Papamus?

Drittes Auge, Tenemos Papa, Apfelmus Mama

Verklärte Blicke eines Kirchen-Vertreters, in der oberen Bildhälfte mit Teufelshörnern und in der unteren Bildhälfte mit Heiligenschein und Flügeln ausgestattet.


Weltübergang unterstanden!! Mary Christmas heisst Sie im neuen Jahr 2013 willkommen.

Willkommen 2013, Weltübergang unterstanden

Willkommen 2013: Weltübergang unterstanden


Die fetten Zeiten sind zurück – 2013

die-fetten-zeiten-sind-zurück

Fette Zeiten mit einem Glas Wasser, einem Laib Brot und Mon Chéri


Noch zu stoppen?

Politiker wird radioaktiv angereichert

Die Zündschnur zur Anreicherung in drei Stufen brennt bereits – Ist dieser Mann noch zu stoppen? Sein Blick sieht zuversichtlich aus!


Sterbehilfe-Ausbildungsmesse?

Sterbehilfe Ausbildungsmesse

Erste und einzige Sterbehilfe-Ausbildungsmesse 2012


Sommer 2012:

Präserglück im Sommer 2012 (trotz AIDS-Wunderpille)

Sommer 2012: Yep & Lol & Lola im Präser-Glück TROTZ AIDS-Wunderpille


Passionszeit

Passionszeit Hotel Harakiri

Passionszeit oder Fastenzeit mit Fokus auf das Leiden Jesu Christi


Fastenzeit

Fastenzeit

Fastenzeit


Boris Rhein – Boris Rhaus

Boris Rhein - Boris Rhaus

CDU Kandidat für den Oberbürgermeister in Frankfurt


 

Der Weisheit letzter Schluss 

Euro-Weisheits letzter Schluss

Euro-Weisheits letzter Schluss

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Je suis Charlie

Veith for your right!

Egoüberbeine zerstören so vieles

Ich komme mir manchmal wie eine wiederkäuende Kuh vor. Aber was soll ich denn machen ?Ich bin wirklich kein Besserwisser. Ich beschränke mich eh schon nur auf meine Kernthemen, auch weil ich der Meinung bin , das man nur das Recht hat was zu sagen , wenn man kompetent ist  in den Dingen, von denen man spricht. Aber treffe du mal einen Allrounder, einen der generell immer alles weiss, auch weil er sich innerhalb einer Brutmenge bewegt , die sich in irgendwelchen , durchaus sehr bedeutsamen Spezialgebiet Kompetenzen erarbeitet haben. Aber dann passiert der Trugschluss und dann wird diese Kompetenz in Allgemeinthemen übertragen. Und dann wirds peinlich , erst recht, wenn dieser Personenkreis dann die Übersicht verliert und dann in mein Kernthema einfällt.Ich kann dann nicht mit einem Kompromiss dienen, auch weil es den dann auch nicht gibt , Und dann ist Disharmonie angesagt, auch wenn das keiner will.

Wahnsinn ist manchmal die beste Lösung

Cool sein , heisst feige sein , heisst verantwortungslos zu sein , heisst ein Arsch zu sein, heisst auf Lösungen warten.
Nur, wenn wir die Probleme lösen , wer löst sie dann. Und ganz ehrlich , mir ist das egal , wie das manchmal dann nach Aussen aussieht. Gelöst ist gelöst. Wer beim Lösung suchen immer drauf achtet das die ganze Umgebung mitlächelt, der wird bald von denselben Menschen ausgelacht.

Und deshalb greife ich oft zu den wahnsinnigen Lösungen. Auch weil sie auch wahnsinnigen Spass machen . Und manche wahnsinnig ärgern . Und weil ich oft danach wahnsinnig glücklich bin. Egal , ob sie Formfehler beinhalten. Von mir aus scheisst der Hund drauf, Wuff, wuff.

Souveränität

Wird von vielen Menschen auch als Arroganz empfunden. Es ist halt schön wenn man sieht , wie sicher man sich in seinem Metier bewegt. Das ist ein gutes Gefühl. Die meisten Menschen finden niemals ihr eigenes Metier, sie müssen immer auf fremden Parkouren Dressurreiten. Und das ist bitter. Ich bedauer das und fühle mit Ihnen. Es gibt zu viele Schlingel , die meinen sich über Andere stellen zu müssen , einfach nur aus Unterdrückungs und Bequemlichkeitssucht. Viele Menschen spezialisieren sich auch um anderen Menschen überlegen sein zu können. Manche verwechseln dann ihre Fertigkeit mit etwas Gottgleichem. Sie wähnen sich die Grössten zu sein. Dabei nehmen sie sich nur einen winzigen Aspekt des Göttlichen aus dem ganzen heraus. Wissenschaftler und Geldler finden zum Beispiel die Demut vor der Schöpfung als was Schwächendes. Dadurch ist die Gefahr zur Entfremdung ihrer Selbst meist die Folge. Dann treten immer seltsame Nebenwirkungen auf , z.B. das man sich immer mehr im eigenen Saft bewegt. Die Folge ist. Na, ich werde hier keine Tipps geben , ich bin für die ein dummer ,alter ,kranker Mann, der nur weiss , wie man überlebt und trotzdem glücklich ist und dabei ein würdiges Leben führen kann. Dabei kommt es nur darauf an.

Und es war ein klassisches Wochenende

Und jetzt mal endlich ein klassisches Weekend bitte

Mit viel Ruhe und so und Freude und Frieden und weniger Krankheiten in meiner Umgebung , bei mir und bei meinen Freunden. Das hat ja so überhand genommen. Nur der Kater , der süsse alte Kerl ist gesund , froh und munter. Heute waer mein Schwiegervater 88 und morgen mein Vater 87 Jahre geworden. Beide waren besonders, von beiden durfte ich viel lernen. Und morgen gehts auf den Konstimarkt samt Besuch mit Worscht und Äppelwei. Ich kaufe Blumen und danach statte ich einen Krankenbesuch ab.

Der 2.letzte Bundesliga-Spieltag steht auch an. Ich hoffe der HSV verliert und der SCF gewinnt wieder und die Wohnung wird sauber und wir werden faul sein können. Gut ein wenig Arbeit wirds geben , aber auch meine dauernden Spaziergänge. Auch werde ich Brother Benjamin gourmet-mässig überschütten und den lieben Gott einen alten Mann sein lassen. Und es macht mir nichts aus , langsam selbst ein alter Sack zu sein.

Mittendrin ist auch dabei…

Oder etwa nicht?

Extras bietet das Leben doch reichlich. Es muss nicht immer Filet sein, auch ein Tafelspitz ist etwas Feines. Mittwoch ist es und alles holpert ein wenig. Ich erwarte Perfektion, doch es ist alles schon gut genug. Bescheidenheit sorgt dafür , das ich alles so reichhaltig empfinde , wie es tatsächlich auch ist. Keine Mängel, kein weiteres Leid werden mich heimsuchen. Ich kann entspannen, kauern und endlich still sein.

Ich bin zu laut, zu kreischend, zu weibisch. Halt grad die letzten 2 Tage, sonst nie. Damit das hier mal gerade gestellt ist. Undich bin dabei. Mitten im Leben. Mitten drin da , wo es auch pulsiert. Die Langeweile findet anderswo statt. Vielleicht bei Dir? Aber auch da muss es nicht so sein. Entspanne Dich, sonst hole ich Dich!

So und die alten Geister , die jetzt die neuen sind , sind wach

Die Umbauten sind abgeschlossen, der Körper hat ein paar Veränderungen verpasst bekommen , die neuen kommenden Aufgaben können wohl dann besser in Angriff genommen werden. Meine Moral ist gut, ich bin einigermassen fit in Körper ,Geist und Seele . Dann wandelt halt das alte Flagschiff Veith auf neuen,alten Pfaden. Wohl hinauf ins Universum , auch zu den Brettern , die die Welt bedeuten können.

Ich liebe es einen solchen Pseudo-Stuss zu schreiben, denn jedes Wort ist tatsächlich mit entsprechendem Inhalt gefüllt. Und  ja , ich bin voll Freude, zweifellos, auch Abenteuerlust. Die Meinen nicken mit dem Kopf . Und auch bei Ihnen ist die Freude gross, wir sind  im Rudel alle neugierig sozusagen. Und  Du , lieber Leser: Verfolge uns. Denn wir werden Euch gut zu unterhalten wissen. Aber wer sind wir? Ja , wer schon! Wir halt, hahahahaha

He hallo, hört auf, ich bin kein Messias

Ich fühle mich grad masslos überfordert: Das ist so. Ein paar ausserplanmässige Ereignisse und der ganze Kerl ist in seinem Konzept entgleist. Dann sammelt sich wieder zusammen , isst etwas , atmet durch und startet wieder neu. Und erwartet keine Wunder von sich.

 Es ist ein Wunder überhaupt so weit gekommen zu sein. Und ich halte den Kopf zusammen , und versuche den roten Faden wieder aufzunehmen. Ich starte langsam und siehe da , so langsam entsteht wieder Konzentration. Jetzt nur kein Tempo von sich einfordern, sondern nur Kontinuität entwickeln. Wieder nach hinten zu tauchen ins Unterbewusstsein, damit wieder Fluss und Leichtigkeit entsteht. Und nicht vergessen: Die Entgleisung war nicht resultierend aus einem Fehler meiner. Die ist einfach passiert. Auch weil man Neues wagt und vieles erst einmal entwickelt sein muss. Und was wird es sein? Nun das Ergebnis wird für die ganze Welt sichtbar sein: Ab 01.09. Also keine Hirnfürze, absolut Konkretes wird es sein. Ihr werdet es mitbekommen.

Konzentration ist Macht

Naja , für mich ist das schon so. Macht halt über mich und mein Umfeld. Konzentration lässt mich Dinge aneinanderfügen, auch entwickeln. Ich behalte Kontrolle , Übersicht , Weitblick. Auch Demut vor der Situation, vor Vorverurteilung. Konzentration lässt mich innehalten, stillschweigen. Auch Energie einteilen, gewinnen , zurückhalten, umsetzen.

Macht ist dafür da das man sie verantwortungsvoll einsetzt, nie gegen Jemanden, nie nur für den eigenen Vorteil. Macht lässt einem gestalten verwalten, befördern.

Wir kennen von beiden meist auch die negativen , ausufernden Varianten. Von denen rede ich heute nicht. Ich will immer verantwortungsvoll sein. Mich anstrengen . Den konstruktiven Weg gehen. Dafür bürge ich.

Ruck Zuck

Schnell , prompt, geräuschlos und sauber sollte immer alles von Statten gehen. Und was sind wir? Ich kann diesen Ansprüchen nicht folgen. Ich übersähe meistens alles mit unzähligen Fehlern.Schnell heisst automatisch auch , das den Fehlern Tür und Tor geöffnet sind , wenn die Konzentration fehlt.

Und momentan ist es heiss, und wir müssen uns auf Hitze einstellen: Da kommt mein Hirn nicht mit. Ich drücke aufs Tempo und kann mit Taten nicht nachliefern.Und Ruck Zuck ist die Laune im Keller, fühlt mansich auf dem Abstellgleis oder im falschen Film.Atme ich dann mal wieder durch, ordnet sich alles wieder neu und ruck zuck läuft alles wieder rund. Man kann also sagen , das das Wetter einen grossen Einfluss auf mein Tun hat,zumindest momentan, denn eigentlich ist es mir egal , das Wetter!

Ruck Zuck ist oftmals auch vieles unter einem anderen Blickwinkel zu sehen, auch zum Beispiel , wenn man von Medikamenten notwendig abhängig ist. Manche Medikamente wirken in der Hitze anders. Und bis man das manchmal merkt, war man schon zulange auf dem Holzweg.. Und nicht immer kann ich darauf Einfluss nehmen , erst hinterher , oftmals.

Und deshalb ist mein einziges Gebet am Tag inhaltlich die Bitte um übergeordnete Korrektur. Und genau  das praktiziere ich jeden Tag. Auch meditiere ich jeden Tag und Ruck Zuck stimmt der Blickwinkel aus dem ich zurück ins Leben schreite.

Ein Video zum Thema Veganismus.

Zum aktuellen Veith for your right Zimmer auf http://www.hotelharakiri.de geht’s hier entlang.

Weitere Artikel von Matthias Zimmer aus der Wisewords Suite

Prem Rawat Interview mit einem Abweichler

Hat Ihre Enthaltung Reaktionen bei Ihren Parteifreunden hervorgerufen?

Kaum. Ich habe den Verfahrensweg eingehalten und vor der Abstimmung in der Fraktion meine Enthaltung gemeldet. Das war alles. Ich weiß, dass es Kollegen in der Fraktion gibt, die ihr „Nein“ schweren Herzens gegeben haben. Ich komme, wie die beiden Kollegen aus der CDU, die sich ebenfalls enthalten haben, aus einer Großstadt. Da wird dieses Thema offen diskutiert. In vielen ländlichen Gebieten wird das Thema Homosexualität gemieden.

Warum hat Ihre Partei noch immer ein so großes Problem mit gleichgeschlechtlichen Paaren?

Die Union trägt das „C“ im Namen. Hier spielen christliche Werthaltungen eine Rolle und ein eher traditionelles Familien- und Geschlechterbild. Ich glaube aber, dass sich aus dem „C“ heraus auch die Gleichstellung im Eherecht begründen lässt. Da ist an der Basis der Kirche vieles in Bewegung.

Auf Abgeordnetenwatch haben Sie den CSD als Hindernis auf dem Weg zur Gleichstellung beschrieben. Warum?

Beim CSD scheint sich alles um die öffentlich zur Schau gestellte Sexualität zu drehen, ein Karneval der Frivolität gewissermaßen. Ich überspitze hier bewusst. Bei der Frage der Gleichstellung geht es aber darum, Verantwortung füreinander zu übernehmen. Das ist ein sehr bürgerliches, ein konservatives Anliegen.

Aber der CSD ist auch der Ort, wo sich Selbsthilfegruppen präsentieren und politische Diskussionen stattfinden, für die sonst nirgendwo Platz ist. Die teilweise karnevaleske CSD-Parade ist nur ein kleiner Teil.

Das ist richtig, und hier habe ich selbst auch wertvolle Denkanregungen bekommen. Aber die Parade ist natürlich der öffentlichkeitswirksame Teil.

Wann, glauben Sie, wird die Union wie die anderen vier im Bundestag vertretenen Fraktionen die Gleichstellung von gleichgeschlechtlichen Paaren unterstützen?

Das kann ich im Moment nicht abschätzen. Vielleicht hilft es, Brücken zu bauen, wenn Lebenspartnerschaften komplett gleichgestellt werden, aber der Name „Ehe“ nicht verwendet wird, einfach, um die Differenz deutlich zu machen.

Der defensive Präsident

Der defensive Präsident

 

von Dr. Matthias Zimmer MdB, CDA-Bundesvorstand

Nun also Joachim Gauck. Kein Zweifel, er war schon 2010 ein veritabler Kandidat. Nun ist er der Konsenskandidat. Ein homo politicus zweifellos, aber parteipolitisch ungebunden. Geistig unabhängig, wenn auch geprägt durch die Erfahrungen in der DDR und als evangelischer Geistlicher, durchaus erprobt in der politischen Auseinandersetzung, aber irgendwie auch die personalisierte Verkörperung des Versöhnens. Er ist auch eine Art Gegen-Wulff, jemand, dem man nicht Freude an Glamour und mondänen Urlauben unterstellt, sondern von dem man eher vermutet, er könne seine freie Zeit lesend und schreibend an einem ruhigen Ort abseits der touristischen Zentren verbringen.

Und in gewisser Weise ist bei ihm, stärker als bei Christian Wulff, eine intellektuelle Spannung zu spüren, die sich in die Vorfreude auf die kommende Amtsausübung mischt. Soll man da ein Überhandnehmen des evangelischen Pfarrhauses in der politischen Kultur der Bundesrepublik bemängeln? Nein, die Zeiten sind heute andere. Es war nämlich gerade der Protestantismus in der DDR, in dem Gauck politisch sozialisiert worden ist, dessen Begriff von Freiheit und Verantwortung maßgeblich zum Sturz des sozialistischen Regimes beitrug. Gaucks Kandidatur ist eine Anerkennung der systemüberwindenden Kraft des Wortes, die in der Normalität des demokratischen Alltags vielleicht mehr Erwartungen weckt als sie zu erfüllen vermag.

Dieses zu beurteilen wäre aber Aufgabe einer Bilanz, weniger der Betrachtung der Eröffnung einer Amtszeit. Gleichwohl, bei aller Aufgeschlossenheit gegenüber dem Kandidaten, seinen Erfahrungen und Kompetenzen, seiner Biographie wie seines Anspruchs: Einige Fragen an diejenigen, die ihn in so unbeirrbarer Weise von Beginn an unterstützt haben, die bleiben doch. Da ist zum einen das Grandseigneurale des Auftretens von Gauck, das gerade im grünen Milieu weder wächst noch allgemein anerkannt ist. Er ist ein Herr durch und durch, alte Schule, dessen Gegenwart einen Comment erforderte, der seltsam aus der Mode geraten zu scheint. Daran ist nichts zu kritisieren. Im Gegenteil! Aber ausgerechnet jene, denen Autorität seit jeher verdächtig war, fühlen sich – in Berlin würde man sagen: Ball paradox – zu einem hingezogen, der das Leitbild der Autorität verkörpert wie kaum jemand seit Theodor Heuss oder Gustav Heinemann? Man kann nur vermuten, dass die Grünen damit nun endgültig in jenem bürgerlichen Lager angekommen sind, aus dem auszubrechen sie sich seit mehr als zwanzig Jahren bemüht hatten. Seltsam paradox verhält sich auch die SPD. Sie wird nicht müde, das Potential künftiger inhaltlicher Anstöße des Kandidaten zu preisen, ganz so, als ob die gesamte Sozialdemokratie bereit stünde, sich hier Autorität fremd borgen zu können. Ob dies allerdings inhaltlich mit den Grundüberzeugungen der SPD nahtlos überein passt, das wird man mit Blick auf die bisherigen Interventionen des Kandidaten bezweifeln dürfen.

Und schließlich, die Umfragemehrheit: Für sie scheint Gauck der Anti-Politiker schlechthin, der lebendig gewordene Protest gegen das politische Establishment, dessen sonore Stimme die Nickeligkeiten des politischen Alltags nicht nur gnädig überdeckt, sondern ihnen auch neue Legitimation zu geben in der Lage ist. So treffen sich in der Wahl von Gauck Enthusiasten, Enttäuschte und Erweckte in einer seltsamen Mischung, die droht, das Amt des Bundespräsidenten zu überfordern. Gauck selbst scheint das gespürt zu haben, als er nach seiner Nominierung vor zu hohen Erwartungen warnte. Er wird dennoch damit umgehen müssen, und darin liegt die eigentliche Spannung und Herausforderung seiner Amtszeit. Für das bürgerliche Lager ist seine Kandidatur ein Gewinn und eine Chance. Deshalb werde ich ihn wählen und wünsche ihm, dem vielleicht von Anfang an defensivsten Präsidenten der Bundesrepublik, viel Erfolg.

 CDU-Mann rechnet mit „Bionadebourgeoisie“ ab

In einem geheimen Papier empfiehlt der Frankfurter CDU-Bundestagsabgeordnete und Wisewordsman Matthias Zimmer seiner Partei den selbstbewussten Umgang mit den Grünen.

Das wird Ärger geben. Denn die Sätze, die der CDU-Bundestagsabgeordnete Matthias Zimmer in dem Thesenpapier „Über den Umgang der CDU mit den Grünen“ zusammengefasst hat, lassen wenig Gutes an jener Partei, mit der sein Kreisverband im Römer seit 2006 koaliert. Auf vier Seiten, die der Rhein-Main-Zeitung, dem Kreisvorstand und Teilen der Bundestagsfraktion vorliegen, teilt Zimmer mächtig aus.

Er beginnt mit einer Bestandsaufnahme. So seien die Grünen-Wähler überdurchschnittlich gebildet; sie verdienten im Schnitt auch mehr als etwa FDP-Mitglieder. Zudem arbeiteten sie relativ oft im öffentlichen Dienst. Dies erkläre die guten Wahlergebnisse der Partei vor allem in jenen Städten, in denen öffentliche Dienstleistungen eine große Rolle spielten.

So weit, so friedlich. Aber schon der nächste Satz verrät, dass es hier vor allem um die Frage geht, wie selbstbewusst die CDU mit den in vielen Wahlen 2011 höchst erfolgreichen Grünen umgehen sollte. Bei Zimmer heißt es: „Die Grünen sind also eine Partei der Satten, Saturierten und Abgesicherten, die sich einen Lebensstil leisten können, der vorrangig auf Fragen des ,guten Lebens’ abzielt: Authentizität, Selbstverwirklichung, kulturelle Reichhaltigkeit, unbedingter Schutz der Natur und der Lebenswelt.“

Während die Christdemokratie, die Sozialdemokratie und der Liberalismus auf Ideen basierten, die sich im 19.Jahrhundert formiert hätten, sei „das Fehlen eines in sich konsistenten Menschen- und Weltbildes“ eine große Schwäche der Grünen. „Sie sind keine im Grundsätzlichen verwurzelte Partei, sondern tragen immer noch das Geburtsmal der Opposition und des Protestes in sich“, schreibt Zimmer. Im Regierungsfall würden dann auch sehr rasch angeblich eherne Überzeugungen dem Pragmatismus geopfert.

Als Beispiel nennt er die Zustimmung der ursprünglichen Pazifisten zu einem „völkerrechtlich bedenklichen Krieg“ im Kosovo 1999. Außerdem wollten die Grünen jedes Leben schützen – bis auf das ungeborene. „Hier drängt sich der Verdacht auf, dass jeder Molch und Lurch geschützt wird, aber die Verfügbarkeit des ungeborenen menschlichen Lebens einer Lifestyle-Entscheidung unterliegt.“

Den Ursprung der Grünen sieht Zimmer gespeist aus „diffuser Technikkritik, romantischer Naturmystik und einer Opposition gegen Aspekte der industriellen Moderne“. Mittlerweile jedoch sei daraus ein eigener Lebensstil geworden. „Auf der Basis geregelter und gesättigter Lebensentwürfe wird die grüne Lebensweise zu einem Luxuslifestyle.“ So falle es nur dort leicht, auf Motorisierung zu verzichten, wo es ein gutes Netz des öffentlichen Nahverkehrs gebe. Und der „demonstrative Gebrauch des Fahrrads“ sei nur dort einfach, wo sich genug Geschäfte in Wohnungsnähe fänden. Und die Präferenz für gesunde Öko-Kost „ist der Lebensstil eines Milieus, das dafür auch das notwendige Kleingeld hat“.

Das Nordend in Frankfurt belege exemplarisch, wie die eigene Klientel geschützt werde, meint Zimmer. „Höhepunkt sind die Bemühungen, die erfolgreich gentrifizierte Nachbarschaft gegen den Zuzug unerwünschter sozialer Schichten abzuschotten. Bei der Armut hört der Spaß eben auf, vor allem im eigenen Stadtteil.“

Die Strategie, Grünen-Anhänger an die CDU zu binden, hält Zimmer für falsch. Denn die Wählerwanderung zwischen beiden Parteien sei aus den oben genannten Gründen gering. „Es macht also keinen Sinn, sich auf das ,grüne Spiel’ einzulassen in der Hoffnung, damit Wählerstimmen ziehen zu können.“

Vielmehr müsse seine Partei daran arbeiten, die „eigentümliche Arbeitsteilung“ zu ändern. Es könne auf Dauer nicht funktionieren, dass die CDU in einer Koalition stets für die schwierigen und kontroversen Themen wie Arbeit und Sicherheit verantwortlich sei, während die Grünen die Wohlfühlthemen bearbeiteten. Die Union solle stärker aus dem eigenen Menschenbild heraus argumentieren. Als Anwalt der kleinen Leute dürfe die CDU eben nicht um „die Stimmen der Bionadebourgeoisie“ werben, sagt Zimmer, der empfiehlt, die Grünen stärker als „Luxusphänomen“ zu thematisieren. Konfrontationen, auch koalitionsintern, dürfe man keinesfalls ausweichen.

Auf Anfrage sagte Zimmer gestern, das Papier sei nach Diskussionen in der Bundestagsfraktion entstanden. In Berlin träfen sich demnächst CDU-Abgeordnete großer Städte, um eine Strategie im Umgang mit den Grünen zu erarbeiten.

Quelle: F.A.Z.

Matthias Zimmer aus der Wisewords Suite

Realität bestätigt Ziele der Minijob-Reform
Immer mehr Minijobber sind rentenversicherungspflichtig beschäftigt. Dies zeigen die Zahlen der Minijobzentrale in Essen. Dazu erklärt der Vize der Arbeitnehmergruppe der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Matthias Zimmer:

„Die Prognosen und Erwartungen der Koalition zur Mini-Job-Reform haben sich vollends erfüllt. Immer mehr Minijobber nutzen ihren Verdienst auch zum Aufbau ihrer Altersvorsorge. Mehr soziale Sicherheit erreichen, mehr Verdienst ermöglichen, mehr Altersvorsorge schaffen – genau diese Zielsetzung hatte die christlich-liberale  Koalition bei der Reform der Minijobs verfolgt. Neben der Erhöhung der Verdienstgrenze hatte die Koalition die obligatorische Rentenversicherung für neue Minijobs eingeführt. Der enorme Anstieg der Beitragszahlen im Bereich der geringfügigen Beschäftigung im 1. Quartal belegt sehr gut, dass die Reform der Koalition zielgerichtet und passgenau auf die Bedürfnisse der Menschen zugeschnitten war und ist.

Und auch eine zweite Prognose und Erwartung hat sich mit Blick auf diese Zahlen bestätigt: Die Zahl der Minijobber ist trotz der erhöhten Verdienstgrenze nicht gestiegen. Im Gegenteil: Die Zahl der Minijobber im gewerblichen Bereich ist sogar leicht zurückgegangen. Von angeblich noch mehr Verdrängungseffekten von Voll- oder Teilzeitstellen kann also keinerlei Rede sein.

Diese eindeutigen Werte strafen in der Realität auch die haltlosen Befürchtungen aus den Reihen der Opposition von damals. Auch hier überwiegen positive Effekte. Wie zum Beispiel, dass immer mehr haushaltnahe Dienstleistungen aus dem Bereich der Schattenwirtschaft herauskommen. Der Anstieg der Minijobber um 5,7 Prozent in Privathaushalten im 1. Quartal ist ein klarer Beleg dafür.“

Schweinespeck als Lebenszweck?
Spannende schwarz-grüne Diskussion über Wachstumsgrenzen
(26.01.13) Frankfurt – Na also, es geht auch anders: Niveauvoll, fair, die Argumente der Protagonisten von großem Ernst getragen, die sehr zahlreichen Diskussionsbeiträge aus dem Publikum mit Sachverstand und weder eifernd noch geifernd eingebracht, vereint im Bemühen um die beste Lösung! Die Rede ist nicht von einer Jubiläumsitzung des Kardinalkollegiums im Vatikan, sondern von einer Diskussionsveranstaltung mit Dr. Matthias Zimmer, dem CDU-Bundestagsabgeordneten im westlichen Frankfurt, und MdB Dr. Hermann E. Ott vom Bündnis 90/Die Grünen, promovierter Jurist und klimapolitischer Sprecher der Grünen-Fraktion, geschehen am Donnerstagabend im „Haus am Dom“ in Frankfurt. Es ging um Möglichkeiten und Grenzen der Entkopplung von Wachstum, Ressourcenverbrauch und technischem Fortschritt, dem Thema, mit dem sich die Projektgruppe 3 (von insgesamt fünf) der Enquete-Kommission des Deutschen Bundestags zum Thema Wachstum, Wohlstand und Lebensqualität intensiv beschäftigte und dies teilweise noch tut.


Der CDU-Bundestagsabgeordnete Dr. Matthias Zimmer bekam auch Lob von den Grünen.
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Warum gerade die beiden? Ganz einfach: Der eine, Dr. Ott, ist Vorsitzender der Projektgruppe 3, Dr. Zimmer stellvertretender Kommissionsvorsitzender und Mitglied der Projektgruppe 3. Aufgabe dieser Projektgruppe war und ist es, Strategien zu entwickeln, die zu einer absoluten Verringerung des Ressourcenverbrauchs führen, ob und wie die Entkoppelung des Wirtschaftens vom Ressourcenverbrauch überhaupt möglich ist und wie das alles mit Klimaschutz und Regenerationsfähigkeit der Natur zu vereinbaren ist. Die gesamte Enquete-Kommission ist eine überfraktionelle Arbeitsgruppe mit 17 Abgeordneten aller Fraktionen und 17 Sachverständigen, die bis zum Ende der laufenden Wahlperiode einen umfassenden Bericht in fünf Projektgruppen erarbeiten. Leider, und das wurde in der Diskussion auch beklagt und kritisiert, sind Frauen in dieser Arbeitsgruppe kaum vertreten.

Wer nun meinte, angesichts des zwar wichtigen, aber doch sehr komplexen und manchmal sperrigen Themas und der verkehrsunfreundlichen Witterung stritten sich die Akteure vor leeren Stuhlreihen, irrte sich in zweierlei Hinsicht: Der Raum war voll besetzt und Zuspätkommende mussten lange Hälse machen, um noch in irgendeiner Ecke einen freien Sitzplatz zu erspähen. Und gestritten wurde auch nicht, weder im grün-schwarz gemischten Publikum noch auf dem Podium. Der Ernst der Lage war wohl einem jeden bewusst: Gibt es denn nun Grenzen des Wachstums – vom „Wachstumsfetischismus“ sprach hier Hermann Ott – und werden wir die Grundlagen unseres Wachstums vernichten, wenn der Ressourcenverbrauch und die Umweltzerstörung nicht abnehmen?
Schwierige Fragen, und nicht in allen Projektgruppen ging es auf der Suche nach dem richtigen Weg harmonisch zu. So flogen vor allem in der Projektgruppe 1 die Fetzen, bei der es um den Stellenwert von Wachstum in Wirtschaft und Gesellschaft ging. „Die Mitglieder verkehren heute nur noch über ihre Anwälte miteinander“, berichtete Dr. Ott.

Diesbezüglich leichtes Spiel hingegen hatte der Moderator dieses Abends, der promovierte und habilitierte Volkswirt Wolfgang Strengmann-Kuhn von den Grünen. Seine zurückhaltende aber pointierte und von Kompetenz zeugende Gesprächsführung trug dazu bei, den Glauben an die Konsensfähigkeit auch unterschiedlicher politischer Lager, wie in diesem Fall von Schwarz und Grün, nicht fallen zu lassen. Zumindest an diesem Abend. Vielleicht schwebte ja auch der Geist der gut funktionierenden Schwarz-Grünen Koalition im Römer über dieser Veranstaltung in der weltoffenen Stadt am Main.

Dr. Zimmer nannte in seinem Eingangsstatement noch einen anderen Grund für diese nicht alltägliche Harmonie. In der parteipolitisch nicht abgegrenzten Enquete-Kommission sei man sich in seiner Projektgruppe einig gewesen, dass Wege aus der Wachstumsfalle gefunden werden müssten und es jetzt „nur“ noch darum gehe, die Mittel zu finden, wie dies zu bewerkstelligen sei. „Seit 1968 hat sich die Weltbevölkerung verdoppelt, der CO/2-Ausstoß vervierfacht“, nannte er beispielhaft bedrohliche Entwicklungen. Und fragte besorgt: „Leben wir in Lebensstrukturen, aus denen wir nicht mehr herauskommen, stehen wir vor einem Auseinanderfall von Arbeitswelt und Konsumwelt?“ Ernüchternd auch die Aussagen von Dr. Ott: „In einem endlichen System kann es kein unendliches Wachstum geben!“Andererseits hingen am Wachstum unsere gesamten Sozial- und Wirtschaftssysteme, endend mit dem gemeinsamen Nenner „Glück“, das wir vom Wachstum letztlich erwarteten, dem subjektiven Indikator neben dem ökologischen, wirtschaftlichen und sozialen.
In der nun einsetzenden Diskussion wurden viele nachdenkliche, ja sogar philosophische Argumente vorgetragen, reihenweise bedeutende Wirtschaftswissenschaftler und Ökologen zitiert, aber auch konkrete Vorschläge gemacht wie Werbeverbote, Regulierung der Finanzwirtschaft und Abschaffung von Rating-Agenturen. Eine zentrale Frage war: „Was können wir selber, was kann die Zivilgesellschaft tun, eine wirtschaftliche und dennoch natur- und klimaschützende Entwicklung zu ermöglichen, nachdem Unternehmen und Finanzmärkte ihre Mechanismen kaum ändern können oder werden?“

Hierzu meinte Dr. Ott, dass z. B. die Gründung von Genossenschaften anstelle von Aktiengesellschaften eine denkbare Lösung wäre. Es war spannend, die sowohl intellektuell geschliffenen wie die nüchtern praxisbezogenen Antworten zu hören. Dr. Zimmer beispielsweise stellte das Bruttoinlandsprodukt als Parameter für Wohlstand in Frage, gab eine andere Form der Besteuerung und der Preisbildung abhängig von der Produktdauer zu bedenken oder auch die Preise und die Produktbesteuerung für schlechte Ernährung im Hinblick auf deren Folgen. „Vielleicht kommen wir irgendwann auch nicht umhin, anderen Staaten Zahlungen zu leisten, damit sie bestimmte Ressourcen nicht nutzen“, sagte er. Auch dies wäre allerdings nicht die Ideallösung, „denn den weniger Satten zu empfehlen, etwas weniger zu wachsen, wäre von einem hohen Sockel gesprochen.“

Vorzuziehen sei es, in unserer von Konsum getränkten Gesellschaft von sich aus auf das eine oder andere zu verzichten, denn „besser ist es, ein unbefriedigter Mensch zu sein als ein befriedigtes Schwein.“ Die Heiterkeit im Auditorium, dass der als scharfer Denker in der CDU-Fraktion bekannte, an der Universität in Köln habilitierte Privatdozent Zimmer auch solcher Wortwahl fähig ist, mehrte sich, als er gleich noch eins draufsetzte, nämlich ein Zitat aus dem „Zigeunerbaron“: „Mein ganzer Lebenszweck ist Borstenvieh und Schweinespeck“, ebenfalls ein Lebensmotto, von dem wir uns tunlichst verabschieden sollten, sagte er. So habe seine Arbeit in der Kommission bei ihm bereits den Effekt erzielt, „Halbvegetarier“ geworden zu sein.

Dr. Ott schlug u. a. vor, anstelle von Aktiengesellschaften Genossenschaften zu gründen und beschäftigte sich mit dem in der Diskussion genannten Begriff „Effizienzsteigerung“ als Mittel zur Lösung. „Das funktioniert leider nicht“, sagte er. „Es gibt nicht ein Beispiel dafür, dass Effizienzsteigerung jemals zur Ressourcenschonung geführt hat.“ Bei gleich bleibenden Preisen führe sie nämlich nur zu noch mehr Verbrauch, womit der angestrebte Effekt schon wieder weg sei. Hingegen sehe er in der Streichung nichtökologischer Subventionen, immerhin 48 Milliarden Euro jährlich, weiterhin in einer ökologischen Steuerreform mit Preisbildung und in der Festlegung von Verbrauchsobergrenzen bestimmter Stoffe Ansätze zur Abkehr vom Wachstumszwang. Auch der Emissionshandel funktioniere nicht und habe „auch für Grüne“ unangenehme Folgen. Er helfe nämlich nur der Wirtschaft, das sei dann gut für den Geldbeutel der Beschäftigten, die wiederum mehr ausgäben und somit Ressourcen und Umwelt erneut belasteten.

Matthias Zimmer wie Hermann Ott stellten gleichermaßen die besorgte Frage, ob es gemäß den Prognosen bekannter Wirtschaftsanalysten nicht bereits zu spät sei, die wirtschaftliche und ökologische sowie klimamäßige Entwicklung der Erde zu ändern. In vielen Arbeiten seien die Analysen der derzeitigen Situation brillant, die Kapitel „Lösungen“ allerdings hauchdünn. Ott warnte davor, mit apokalyptischen Botschaften die Menschen zu verschrecken. Damit werde man nicht die benötigten Stimmen erreichen, um einen Wandel im Denken herbeizuführen.

Er ging ferner auf die Frage ein, was die Ergebnisse der Enquete-Kommission denn nun konkret bewirke, um einer bevorstehenden Gefahr wirksam zu begegnen. Da sieht´s allerdings ähnlich aus. „Wir können zunächst nur Anregungen für den nächsten Bundestag geben, mehr nicht“, gestand Ott. Doch es sei schon ein entscheidender Schritt, wenn ein Umdenken, ein neues Denken über ungebremstes Wachstum und seine Folgen sich in den Köpfen der Menschen einniste.

Die europäische Solidarität werde sich zu einer weltweiten Solidarität ändern müssen. Dass dies gehe, zeigten die Kirche und die internationale Arbeiterbewegung, Internet, Facebook und andere internationale Netze und Medien, mit denen sich die Probleme der anderen erschließen ließen. Zum Trost zitierte er Hölderlin: „Wo Gefahr ist, wächst das Rettende auch.“

Interesssant war an der Veranstaltung auch festzustellen, dass die diskutierenden Geistesmenschen, Ott wie Zimmer, grün wie schwarz, mehrfach auch spirituelle Momente in die Diskussion einfließen ließen. In der Diskrepanz zwischen Wissen und Handeln kämen wir ohne Spiritualität nicht weiter, sagten sie übereinstimmend. „Sonst tun wir Menschen, wie üblich, doch alles, was technisch machbar ist, und nur die Vorstellung von etwas Höherem, etwas Heiligem könnte uns davor bewahren, uns und die Welt zugrunde zu richten.“

Es folgte das Schlusswort der beiden Diskutanten. Dr. Ott forderte: „Mehr Mut auf allen Seiten, auch bei uns Politikern, auch unangenehme Dinge zu sagen, auch innerhalb der Fraktion!“ Er scheue sich nicht davor zurück, unpopuläre Aussagen zu machen wie zum Beispiel die Forderung nach einem bedingungslosen Grundeinkommen. In diesem Zusammenhang könne er seinem Kollegen Zimmer „ein großes Lob“ zollen, da auch er in seiner Fraktion kein Blatt vor den Mund nehme. Dieses Lob von Grünenseite zeugt auch deshalb von Größe, weil über das viel diskutierte Grundsatzpapier von Dr. Zimmer zum generellen Verhältnis zwischen CDU und Grünen letztere not amused waren.
Dr. Zimmer seinerseits betonte das gute Verhältnis zwischen ihm und seinen grünen Kollegen in der Enquete-Kommission und sagte, es sei ungewöhnlich, in einem Wahljahr so ernst und sachlich über die Parteigrenzen hinaus zu diskutieren. „Dies tut unserer politischen Kultur ausgesprochen gut!“ Und den grünen wie schwarzen Anhängern unter den Zuhörer offensichtlich auch, denn der Beifall war lang und laut – wohl auch in der Hoffnung, die Dr. Zimmer in seinem Schlusswort so formulierte: „Wir möchten alle nicht in eine Situation kommen, in der nur beten hilft.“

Norbert Dörholt

Der Politikwissenschaftler Matthias Zimmer ist seit 2009 Mitglied des Deutschen Bundestages. Er ist Vorsitzender der Christlich Demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA) in Hessen - Quelle: Deutscher Bundestag/Lichtblick/Achim Melde
Der Politikwissenschaftler Matthias Zimmer ist seit 2009 Mitglied des Deutschen Bundestages. Er ist Vorsitzender der Christlich Demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA) in Hessen
Bild: Deutscher Bundestag/Lichtblick/Achim Melde

Am Donnerstag enthielt sich der Frankfurter CDU-Abgeordnete Dr. Matthias Zimmer der Abstimmung, als es um die Öffnung der Ehe ging. Queer.de-Redakteur Dennis Klein sprach mit dem verheirateten Katholiken über seinen Meinungswandel beim Thema Homo-Rechte.

queer.de: Bei der Abstimmung über die Öffnung der Ehe für Schwule und Lesben waren Sie einer von drei CDU-Abgeordneten, die sich der Stimme enthalten haben. Warum?

Matthias Zimmer: Ich teile die Zielrichtung des Antrags – dann kann ich nicht sagen, dass ich den Antrag rundherum ablehne. Das muss deutlich werden in der Abstimmung.

In der Union hat man bisher wenig warme Worte für die Gleichstellung im Eherecht gehört. Was hat sie zu Ihrer Einstellung bewogen?

Bis letztes Jahr war ich auch eher dagegen. Im August 2011 habe ich dann zu diesem Thema eine Anfrage auf Abgeordnetenwatch erhalten. Ich bin in mich gegangen und meine Position hat mich bei näheren Nachdenken nicht zufrieden gestellt. Ich kam zu dem Schluss, dass ich meine ablehnende Haltung nicht aufrecht erhalten konnte, weil sich auch gleichgeschlechtliche Lebenspartner wie Eheleute lieben, füreinander einstehen, füreinander Verantwortung übernehmen. Das entspricht auch dem Prinzip der Subsidiarität (Prinzip der Eigenverantwortung und Hilfe zur Selbsthilfe, Red.).

Haben Sie hierzu auch Diskussionen in der Fraktion angeregt?

Das Thema wurde bislang nicht im großen Kreis der Fraktion diskutiert. Es gibt aber eine Arbeitsgruppe, in der neue Wege gesucht werden. Meine Arbeitsschwerpunkte sind andere. Aber ich weiß, dass das Thema für viele Menschen wichtig ist. Das ist mir auch im Gespräch mit Vertretern der LSU (Lesben und Schwule in der Union, Red.) in Frankfurt klar geworden.

 

Diverses aus der Wisewords Suite

Politik auf Dienstreise
 
Ich muss mit einem Geständnis beginnen: Ich reise nicht so fürchterlich gerne. Zur Ausübung des Bundestagsmandates pendele ich wochenweise zwischen Berlin und Frankfurt, und das ist eigentlich schon mehr als genug. So bin ich dann froh, wenn ich einen Urlaub mal im heimischen Garten verbringen kann, also ganz ohne Ortswechsel, weil meine Vorstellung von Urlaub – vor allem Lesen – ziemlich ortsunabhängig ist. So war ich auch nur mäßig begeistert, als ich gefragt wurde, ob ich für den Deutschen Bundestag für einige Tage nach Kairo und Beirut fliegen solle, um dort an Auswahlgesprächen für die Stipendien des Deutschen Bundestages teilzunehmen. Das Stipendienprogramm besteht aus einem vierwöchigen Aufenthalt in Deutschland. Es ist eingerichtet worden im Zuge des arabischen Frühlings. Ziel ist es, jungen arabischen Menschen, die sich für Politik interessieren und sich für demokratische Veränderungen einsetzen, etwas über den bundesdeutschen Parlamentarismus zu vermitteln, aber auch die Begegnung zu fördern und dabei zu helfen, Netzwerke zu bilden.

Mit zwei Mitarbeitern der Bundestagsverwaltung ging es dann auf Auswahlreise. Um es kurz zu machen: Ich war begeistert von den jungen Menschen, die zum Teil ein perfektes Deutsch sprachen, sich in den unterschiedlichsten sozialen, kulturellen  und politischen Projekten engagierten. Das ist nicht immer ohne Risiko und bedarf des Mutes in Gesellschaften, in denen herkömmliche soziale, politische und kulturelle Strukturen noch stark präsent sind. Es war ansteckend, von ihrer Begeisterung zu hören, von dem Fenster der Möglichkeit, das sich mit dem arabischen Frühling für viele aufgetan hatte. Und ich habe manchmal ein wenig wehmütig daran gedacht, dass uns diese Begeisterung in Deutschland in den Ritualen des Alltags und der Normalität verloren gegangen ist.

Es war aber auch ernüchternd zu sehen, wie viele riesige Probleme es zu bewältigen gibt. In Ägypten: die teilweise bittere Armut, die soziale Spaltung, die Polarisierung zwischen dem allgegenwärtigen Militär und den Muslimbrüdern, der Extremismus am Rande der Gesellschaft, der droht, in die Mitte einzusickern. Und in Beirut: die Realität eines fragilen Friedens nach vielen Jahren des Bürgerkriegs, die enormen Herausforderungen durch den Bürgerkrieg im benachbarten Syrien, vor allem  die Lage von mehr als einer Million Flüchtlingen in einem Land von vier Millionen Einwohnern. Ein Parlamentsabgeordneter aus Beirut hat es in einem Gespräch auf den Punkt gebracht: Die parlamentarische Kultur in Deutschland sei beneidenswert. Aber im Moment gebe es für viele Länder des arabischen Frühlings existenziellere Probleme.

Mein Eindruck ist: Wenn es mehr junge Menschen gibt als die, die wir für das Stipendium ausgewählt haben, ist eine Saat der Hoffnung gesät. Ich freue mich, „meine Stipendiaten“ dann im September in Berlin begrüßen und einen von ihnen durch eine Woche Hospitation in meinem Bundestagsbüro intensiv begleiten zu können. Das ist von Seiten des Bundestages gut investiertes Geld. Und ich bin einmal für eine Dienstreise sehr dankbar. Nicht nur wegen der mutigen und engagierten Menschen, die ich habe treffen können. Sondern auch deswegen, weil dieser Blick auf die Länder des arabischen Frühlings viele kleinkarierte Quengeleien und Nörgeleien, die  im politischen Berlin immer das Ausmaß riesiger Probleme annehmen, in eine andere Perspektive gerückt hat. Wir dürfen dankbar sein für die kleinen Probleme, die wir haben – und für eine Tradition des Parlamentarismus, für die wir in anderen Ländern beneidet werden.

Dr. Matthias Zimmer (CDU/CSU):
Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Psalm 127 sagt bekanntlich, dass es unnütz sei, früh aufzustehen und hernach lange zu sitzen, um das Brot mit Sorgen zu essen, denn den Seinen gebe es der Herr im Schlaf. Ich fühle mich ein wenig an diesen Psalm erinnert, wenn wir ‑ nicht zum ersten Mal ‑ auf Antrag der Fraktion Die Linke die Abschaffung von Sanktionen in der Welt der Sozialgesetzgebung debattieren. Ich will an einigen Punkten deutlich machen, warum die biblische Verheißung und die Solidarität in unserer Gesellschaft zwei verschiedene Dinge sind, in der Hoffnung – denn diese stirbt bekanntlich zuletzt -, dass die ganze Debatte ein wenig von der vordergründigen Perspektive der Fairness im Einzelfall auf das Grundsätzliche gestellt werden kann und am Ende die Kolleginnen und Kollegen der Fraktion, die sich des Themas immer wieder annehmen, das Irrige ihrer Argumentation einzusehen in der Lage sind.
(Brigitte Pothmer (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN): Mann, jetzt nicht so poetisch! – Zurufe von der SPD: Oh!)
Von der Abschaffung der Sanktionen in der Sozialgesetzgebung, meine Damen und Herren, ist es ein kaum noch wahrnehmbarer Schritt zum bedingungslosen Grundeinkommen. Ich habe sehr wohl wahrgenommen, dass es hierüber in der Fraktion der Linken wie auch bei den Grünen sehr unterschiedliche Auffassungen gibt. Aber ein sanktionsfreies Regime in der Sozialgesetzgebung ist ein bereits auf niedrigem Niveau installiertes Grundeinkommen, das an keine erzwingbaren Bedingungen mehr geknüpft ist. Hiergegen habe ich drei grundsätzliche Einwände.
Der erste Einwand ist, dass wir durch ein solches System, die Bedingungen von Solidarität selbst untergraben. Solidarität ist ein Sozialprinzip der gesamtschuldnerischen Haftung. Es ist aus dem römischen Privatrecht entlehnt und in der französischen Revolution dann zu einem politischen Prinzip der Gesellschaftsgestaltung umgedeutet worden. Mit anderen Worten: Wir kennen in der Gesellschaft, im Sozialverband das solidarische Eintreten für den Einzelnen, wenn er in Not gerät. Wir kennen hier unbedingte und bedingte Solidaritätspflichten.
Unbedingte Solidaritätspflichten sind solche, die nicht auf Gegenseitigkeit beruhen oder beruhen können. Der Mensch, der sich in einer solchen Lage befindet, kann sich aus eigener Kraft und auch mit Hilfe anderer daraus nicht mehr befreien. Er bedarf der dauerhaften Hilfestellung.
Anders in Fällen der bedingten Solidaritätspflichten. Hier kann sich der Einzelne selbst oder mit Hilfe anderer aus der Notlage befreien; denn sie ist nicht dauerhaft. Mehr noch: Die Legitimität der gesellschaftlichen Ressource Solidarität ist gerade davon abhängig, dass er dies auch tut, weil er es kann. Solidarität versteht sich hier als Einstehen für andere in unverschuldeten Notlagen, aber nicht als eine dauerhafte Subventionierung der Unwilligkeit, Verantwortung für sich selbst zu übernehmen.
Mein zweiter Einwand ist, dass damit der Wert von Arbeit selbst diskreditiert wird. Überspitzt formuliert: Wer arbeitet, ist der Dumme; denn es ginge ja auch anders. Das ist im Übrigen auch mein Haupteinwand gegen ein bedingungsloses Grundeinkommen. Die Befürworter rechnen damit, dass sich in der Summe die Anzahl derjenigen, die durch produktive Arbeit ein solches Grundeinkommen finanzieren, nicht verändert.
(Matthias W. Birkwald (DIE LINKE): Herr Kollege, es geht heute nicht um das bedingungslose Grundeinkommen!)
Ich hingegen glaube schon, dass die Anzahl derjenigen, die sich ohne Arbeit auf niedrigerem Niveau einrichten, deutlich ansteigt. Die Finanzierung eines Grundeinkommens lebt damit von Voraussetzungen, die sie selbst untergräbt. Das gilt eben auch für die Überstrapazierung der Solidarität.
(Matthias W. Birkwald (DIE LINKE): Davon steht nichts im Antrag!)
Mein dritter Einwand ist, dass damit Menschen nicht mehr als selbstständig wahr- und ernstgenommen werden, sondern zum dauerhaften Objekt staatlicher Betreuung werden. Der enge Zusammenhang von Freiheit und Selbstverantwortung wird aufgelöst. Man kann Freiheit durchaus denken als dauerhafte staatliche Alimentierung, aber das ist ein Freiheitsbegriff, dem die Dimension der Selbstverantwortung fehlt. Aus meiner Sicht ‑  ich glaube, hier spreche ich auch für die Union als Ganzes ‑ verfehlt ein solcher Freiheitsbegriff den Kern der Personalität des Menschen.
(Beifall bei der CDU/CSU)
Er nimmt den Menschen nicht als mündig wahr. Wäre es nicht Aufgabe einer neuen Aufklärung, den Menschen an seine Mündigkeit zu erinnern und ihn aufzufordern, aus allen Formen der Unmündigkeit sich zu befreien, auch wenn diese noch so benevolent als staatliche Betreuung daherkommt?
Damit zusammen hängt ein weiteres Argument. Die Linke behauptet in ihrem Antrag, dass Sanktionen gegen die Würde des Menschen verstoßen. Wenn wir aber Freiheit und Selbstverantwortung ernst nehmen, dann müssen wir auch die Entscheidungsfreiheit des Einzelnen ernst nehmen. Wir knüpfen Sozialleistungen an Bedingungen und machen dies auch sehr deutlich; der Kollege Weiler hat in seiner Rede davon ja ausführlich gesprochen. Wenn diese Bedingungen wissentlich und willentlich nicht erfüllt werden, und zwar im Wissen um die Konsequenzen, dann ist das mitnichten ein Verstoß gegen die Würde. Es ist Ausfluss der Entscheidungsfreiheit des Einzelnen.
(Beifall bei der CDU/CSU)
Es verstieße, meine Damen und Herren, meines Erachtens gegen die Würde des Menschen, diese Entscheidungsfreiheit sozialtherapeutisch oder gesellschaftlich aufheben zu wollen.
(Beifall bei der CDU/CSU)
Hinter dem unscheinbar daherkommenden Antrag der Linken, die Sanktionen in der Sozialgesetzgebung abzuschaffen, verbirgt sich also mehr. Sie, meine Damen und Herren von den Linken, stellen damit in Wahrheit die Grundlagen unserer Wirtschafts- und Sozialordnung infrage, Sie stellen die Systemfrage.
(Katja Kipping (DIE LINKE): Das stimmt nicht! – Matthias W. Birkwald (DIE LINKE): In dem Antrag bestimmt nicht!)
Nicht mehr und nicht weniger hatte ich auch von Ihnen erwartet. Im Wege der heutigen Rede wollte ich Sie wissen lassen: Wir haben es gemerkt und lehnen deshalb Ihren Antrag ab.
(Beifall bei der CDU/CSU sowie bei Abgeordneten der SPD)

In Liebfrauen 

: Wir sind nicht mehr in ein Ganzes des Lebenszusammenhanges eingebunden, sondern sehen die Natur als Objekt, als etwas, das uns gegenübersteht. Insofern vertrugen sich die neue Begeisterung für die Naturwissenschaften und die Ideen von Descartes nicht nur sehr gut, sie ergänzten und verstärkten sich gegenseitig.

Zum dritten Punkt, ein sich änderndes Verständnis von Arbeit. Arbeit war für das Christentum immer wichtig, anders als für die antike griechische Welt. Jesus selbst hat wohl ein Handwerk gelernt, und die Jünger ebenfalls. Durch die protestantische Theologie aber wird der Arbeit ein beinahe überhöhter Wert zugeschrieben. Bei der Frage, wie man denn erkennen könne, ob man im Stand der Gnade sei, lautete eine der wirkmächtigsten Antworten: Wenn Du erfolgreich bist, dann hat Gott Dein Werk gesegnet. Hinzu kam nun eine zweite sehr folgenreiche Idee des Engländers John Locke: Die Idee nämlich, dass Eigentum dadurch entsteht, das man Dinge mit seiner Arbeit vermischt und auch über den unmittelbaren Gebrauch hinaus aneignen kann. Das war ein Abschied von der christlichen Idee, dass letztlich Gott Eigentümer aller Dinge ist, der Mensch allenfalls Besitzer. Der Mensch wird nun zum Eigentümer über die Natur, sofern er seine Arbeit in sie mischt. Er hat Gott als Eigentümer – enteignet.

Fassen wir kurz zusammen, weil dieser Gedankengang wichtig ist. Die Revolution im Verhältnis des Menschen zur Natur liegt in diesem Dreischritt begründet: Die Natur ist etwas, das dem Menschen gegenübersteht: Descartes. Die Natur ist etwas, das beliebig für eigene Erkenntniszwecke genutzt und manipuliert werden kann: Bacon. Die Natur ist etwas, das dem Menschen auch zum Eigentum dient: John Locke. Kontrastieren wir dagegen folgende Aussage: Der Mensch ist Teil der Natur. Er muss die Natur achtsam und pfleglich behandeln, denn sie gehört nicht ihm, sondern der Menschheit insgesamt, auch den noch nicht Geborenen. Ich vermute einmal: Rein instinktiv würden wir zu letzter Aussage neigen. Sie ist aber dem modernem Technik- und Wirtschaftsverständnis beinahe diametral entgegen gesetzt.
Verbleiben wir noch einen Augenblick bei unseren neuzeitlichen Helden Bacon, Descartes und Locke und fragen uns: Hat ihre Grundphilosophie auch Gutes hervor gebracht? Hier ist die Antwort ein eindeutiges Ja. Die Entwicklung der Wissenschaften und der Technik hat ungeahntes Wachstum erzeugt, hat die Menschen von vielen Jämmerlichkeiten des Daseins befreit, Hunger und Seuchen weitgehend eingedämmt, den Lebensstandard erhöht, die Lebensdauer deutlich verlängert. Wir leben in einer Welt des Überflusses. Das ist nicht von vorneherein schlecht wenn man weiß, wie eine Welt beschaffen ist, in der selbst lebensnotwendige Güter knapp sind. Da gilt das böse Wort von Thomas Hobbes das in einer solchen Welt das menschliche Leben einsam, ekelhaft, tierisch und kurz ist. Und, bei aller Liebe: In einer solchen Welt möchte keiner leben. Deswegen haben einige Philosophen der Aufklärung auch gesagt: Mit den materiellen Möglichkeiten, mit der Anhebung des Lebensstandard verbessert sich auch der Mensch als sittliches Wesen. Einige haben sogar davon gesprochen, dass wir selbst die Schöpfung vollenden und uns auf ein neues goldenen Zeitalter hin bewegen, ein Zeitalter, das keinen Hunger kennt, kaum Krankheiten, und darum auch keinen Neid, keine Missgunst unter den Menschen, paradiesische Zustände also. Die zweite Schöpfung: Der Mensch besiegt die Natur und damit auch die primitive Natur in ihm selbst. Ein schöner Traum, aber ein Traum.

Nun sind wir seit dem 20. Jahrhundert über die Möglichkeiten unserer sittlichen Vervollkommnung durch den Fortschritt von Technik und Naturwissenschaften doch einigermaßen desillusioniert. Ein einflussreicher Buchautor hat wenige Jahre vor dem Ersten Weltkrieg geschrieben, es können keine Kriege mehr geben. Das sei nämlich irrational und unlogisch. Das traf eine weit verbreitete Stimmung, und sie wurde gründlich enttäuscht. Der Erste Weltkrieg war die Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts, der weitere folgen sollten – unter anderem auch die Monstrosität des Holocaust mit der industriellen Vernichtung menschlichen Lebens.  Die Moderne hatte sich gegen sich selbst gerichtet.  Im letzten Drittel des 20. Jahrhunderts treten wir dann in etwas ein, was der Historiker Joachim Radkau als das Zeitalter der Ökologie bezeichnet. Wir werden uns der Folgewirkungen unserer Technikorientierung zunehmend bewusst. Umweltzerstörung, die Veränderung des natürlichen Klimas, Giftmüllskandale: Es steigt die Bereitschaft, Kosten-Nutzen-Analysen vorzunehmen. Unter keinem Aspekt einer Kosten-Nutzen-Analyse ist Atomkraft gerechtfertigt. Dazu brauchten wir nicht erst die Katastrophen von Tchernobyl und Fukushima. Aber auch fossile Brennstoffe bergen erhebliche Gefahren: Durch die Verbrennung fossiler Energieträger wird CO2 freigesetzt, und dies führt zu einer allmählichen Erwärmung der Erde mit katastrophischen Konsequenzen. Und an anderer Stelle: Die Aussterberate der Tiere und Pflanzen hat ein noch nie in der Erdgeschichte gesehenes Hoch erreicht. Was bedeutet das für unsere Umwelt? Was bedeutet es für die biologischen Kreisläufe? Wir wissen es nicht, weil vieles noch unerforscht ist.

Der niederländische Wissenschaftler Paul Crutzen hat im Jahr 2000 den Begriff „Antropozän“ vorgeschlagen zur Kennzeichnung der neuen Epoche, in der wir uns befinden: Eine Epoche in der die Menschheit selbst zu einem geologischen Faktor geworden ist. Ich will einmal einige Faktoren aufzählen, die hierzu gehören:
Artensterben: Die Artenvielfalt auf der Erde ist zwischen 1970 und 2005 um 27 Prozent gesunken. Derzeit sind laut WWF 34,000 Arten vom Aussterben bedroht.

Versauerung der Meere: Dies ist eine Folge der Zunahme von CO2 in der Atmosphäre. Der so genannte pH-Wert im Meerwasser sinkt durch die Aufnahme von CO2. Folge ist, das die Fähigkeit bei kalkskelettbildenden Lebewesen die Fähigkeit sinkt, sich Schutzhüllen bzw. Innenskelette auszuprägen. Da diese Lebewesen gleichzeitig Basis der ozeanischen Nahrungsketten sind, sind potentiell auch andere Meeresbewohner davon betroffen.
Die Verschmutzung mit Plastik: Eines der größten Probleme auf den Ozeanen ist heute die Verschmutzung mit Plastikmüll. Zwischen Kalifornien und Hawaii gibt es heute einen etwa 100 Millionen Tonnen schweren Müllstrudel. Auch in anderen Strömungswirbeln der Weltmeere können wir ähnliches beobachten. Zersetzt sich das Plastik, werden Giftstoffe frei und gelangen in die Nahrungskette.

Die Beispiele ließen sich fortsetzen. Verunreinigungen in der Atmosphäre, in den Meeren; Übernutzung natürlicher Ressourcen. Die Erde ist dabei, zu einem unwirtlichen Ort zu werden. Ein wenig sind wir wie der Zauberlehrling aus Goethes gleichnamigen Gedicht der die Geister, die er rief, nun nicht mehr los wird. Was sollen wir tun? Auf Wachstum verzichten? Auf Konsum verzichten? Unseren Wohlstand aufgeben? Maschinen und Technik verbieten?
Und selbst, wenn wir das in Deutschland täten und auf dem Eiland der Gutmenschen uns einrichteten: Es hülfe nicht, denn globale Probleme brauchen globale Antworten. Wir haben uns von vielen Naturzwängen befreit. Nun könnte es sein dass sich die Natur von uns befreit.

Es gibt eine Reihe an Antworten, wie wir mit dieser Situation umgehen können. Ich will drei davon skizzenartig aufführen und kurz begründen, warum dies alles nicht ausreicht.
Die erste Antwort lautet: Wir haben bislang noch jede Technikfolge durch Folgetechnik in den Griff bekommen. Wir müssen nur weiter Technik und Wissenschaft fördern und für Marktchancen sorgen, dann können wir auch diese Krise überwinden. Das ist im Wesentlichen die Haltung der FDP.

Die zweite Antwort lautet: Wir müssen uns vom Fetisch des Wachstums befreien. Wir müssen unsere Wirtschaft so organisieren dass wir weniger konsumieren, nicht mehr wachsen und in einem Gleichgewicht mit der Natur leben. Das ist die Position der so genannten Postwachstumsökonomie. Sie wird aber auch von einigen konservativen Wachstumskritikern geteilt. Bei den einen geht sie einher mit einer grundlegenden Kritik am Wirtschaftssystem, bei den anderen mit einem Plädoyer dafür, Maß und Mitte wiederzugewinnen und die klassischen Tugenden neu zu beleben.
Die dritte Antwort ist: Wir müssen nur richtig wachsen. Dazu müssen wir die Weichen richtig stellen, nämlich hin zu grünem Wachstum. Das bedeutet: Bestimmte Bereiche unserer Wirtschaft müssen schrumpfen (z.B. die Automobilindustrie), andere müssen wachsen wir etwa die Technologien für erneuerbare Energien.

Ich glaube, dass alle Antworten zu kurz greifen weil sie letztlich davon ausgehen, dass Technik im weitesten Sinn auch die Probleme der Technik wird lösen können. Bis zu einem gewissen Grad können wir das, ohne Zweifel. Ich glaube aber, unsere Probleme liegen etwas tiefer, und deswegen habe ich mit Ihnen auch einen kleinen Ausflug in die Philosophie gemacht. Unsere Probleme haben mit einem sich über lange Jahrhunderte entwickelten Grundverständnis von Mensch und Natur zu tun. Dies kann man nicht von heute auf morgen durchbrechen. Max Weber spricht von einem ehernen Gehäuse der Hörigkeit, und da ist einiges dran: Unser ganzes Leben ist mit dieser Denkungsweise durchtränkt, und wir können uns nicht von heute auf morgen davon lösen. Schauen wir nur einmal in die südeuropäischen Länder: Das Allheilrezept für die ökonomischen Probleme dort ist Wachstum – nicht zuletzt deshalb weil wir gesehen haben, welche verheerenden Folgen es haben kann, wenn wir kein Wachstum haben.

Ich will sie noch einmal etwas zurückführen, in das 13. Jahrhundert. Eines der berühmtesten Gedichte jener Zeit ist der „Sonnengesang“. Er preist den Herrn mit allen seinen Kreaturen: Bruder Wind, Schwester Wasser, Mutter Erde. Also alles zu Land, zu Wasser, in der Luft. Die Seele preist den Herrn dadurch, dass sie sich seinen Geschöpfen öffnet. Modern ausgedrückt: Dass sie die Schöpfung als Mitschöpfung sieht und sich nicht als Herr über sie erhebt. Das ist das alte, voraufklärerische Verhältnis zur Natur: Es ist ein ganzheitliches Verhältnis, dass die Natur nicht als Umwelt, sondern als Mitwelt sieht. Der Mensch ist Teil dieser Natur und nicht, wie es Descartes und Bacon interpretiert haben, außen vor. Die Natur als Bruder, Schwester und Mutter zu bezeichnen ist dann doch etwas anderes als sie auf die Streckbank zu legen um ihr Erkenntnisse zu entreißen, wie es bei Bacon einmal formuliert war. Eine solche Achtsamkeit im Umgang mit der Natur als Grundlage der Naturerkenntnis und Wissenschaft zu etablieren wäre aus meiner Sicht Voraussetzung für alle anderen Antworten auf unsere gegenwärtigen Probleme. Aller Fortschritt zählt nämlich wenig wenn die Opfer des Fortschritts zu groß werden und wir am Ende Schaden an unserer Seele nehmen.

Ein letztes noch: Der Autor des Sonnengesangs war Franziskus von Assisi. Deswegen sehe ich seinem Pontifikat mit großer Spannung entgegen, denn der Name ist Programm. Die katholische Kirche hat in ihrer Soziallehre schon längst das Prinzip der Nachhaltigkeit etabliert und häufig auch die verderblichen Wirkungen unserer gegenwärtigen Wirtschaftsform gegeißelt. Der Name Franziskus könnte aber zu einem Programm werden um an die Ehrfurcht und Achtsamkeit zu erinnern, die wir der Natur schulden: Damit wir nicht Zerstörer, sondern Bewahrer der Schöpfung werden.

Hoteldirektion 2010 – 2013

Mut zur Radikalität, kürzt den späteren Schmerz erheblich ab

von Stefan Veith, Mittwoch, 25. August 2010 um 01:55

Das ist im Moment , der Prozess  in dem ich mich befinde. Das klingt schmerzhaft, ist es aber nicht. Aber es ist eine Abkürzung. Eine Abkürzung zur Klarheit, zur Wahrheit und zum Glück.Ich bin dafür , das wir alle glücklich werden und sind , so wie wir es individuell wollen.

Deshalb raus aus den Lügen dieser Welt ,aus den billigen Kompromissen, aus der Angst vor Anderen wegen des eigenen Versagens, das immer wieder auch von uns stattfindet. Klopfen wir uns auf die Schulter, spenden wir uns Trost und gehen wir an unsere Aufgaben.

Stürzen wir diese Regierung in dieser Form, gefangen im Lobbyiismus, zeigen wir jedem Grosskotz , das auch er zu Durchfall fähig ist. Lassen wir sie alle krank vor Zorn werden und pflegen sie dann alle gesund. Mit unserer Liebe, Klarkeit , Wahrheit , kommend auch aus deren Seele.

Wie das geht, gehe nach Innen und frage Dich ob Dir was Fehlt. Fehlt was , suche es ehrlich. Brauchst du Hilfe , frage danach.

Es gibt in Deinem Herzen einen, ja, ich bin glücklich Schalter. Lass ihn Dir von Fachkräften anknipsen. Verschwende keine Zeit.Du lebst grad jetzt, verleumde niemanden auch nicht im Namen der Politik. Die verleumdete Person ist bereit dich zu retten.

Und für die Arschlöcher von Campact. Nur weil jemand nicht in der Partei ist , die Euch  so üppig bezahlt ,wie die Andere die Euch zu Rufmördern macht, kann man diese Personen nicht beschmutzen.Ihr kennt nicht die Meinung von Zimmer und Steinbach. Aber ihr verleumdet sie. Für Geld. Wer ist denn da käuflich. Entschuldigt Euch bei Ihnen. Sonst stehe ich in Eurer Haustür.

http://www.hotelharakiri.de —Wer oder was ist das?

Hotel Harakiri ist die geistige Komprimierung der Gesamtwelt im Kleinhirn des demütigen Swami Durchananda, der meistens im Zweitkörper als Stefan Veith auftritt.Der Swami ist auch das einzige geistige Wesen , dem es möglich ist, weitere Teile, ja die gesamte, für die Restwelt,Reale ,in seinem Hirn zu empfangen. Durch wundersame Weise ist es ihm aber möglich es aussehen zu lassen , als würde er in dieser Welt, zum Beispiel in Deutschland ,welches er liebevoll Hinterindia nennt, zu leben(genaue Biographie, auch unter http://www.swamidurchananda.de). Seine Botschaften vertreibt er in Blogs und Lehrvideos.Er beeinflusste viele menschliche Schicksale und auch politische Wahlen. Mit seiner Hilfe gewann Roland Koch z.B. die vorletzte Wahl hauchdünn.Gerüchteweise berät er momentan Verteidigungsminister zu Guttenberg beim Umbau der deutschen Wehr-Macht.(Beweisfotos existieren)

Ein demütiger Lehrer , erst recht einer der nachweislich von der Dunkelheit ins Licht führen kann , braucht natürlich hierfür nachweislich erlesenes Bodenpersonal. Beamen alleine genügt nicht,Seine engsten Mitarbeiter sind nachweislich Katzen,die natürlich nicht in der Lage sind in menschlichen Strukturen zu denken, geschweige denn einen Computer zu bedienen , oder Lehren zu verbreiten oder gesellschaftspolitische Strategien in die Tat umzusetzen.

Deshalb gründete der Swami in seinem Zweitkörper Stefan Veith zusammen mit anderen namhaften Zweitkörpern(man munkelt Reinkarnationen von Lenin Und Kleopatra z.B. seien am Start) das Blogportal http://www.hotelharakiri.de

um diese Welt ganz anders , und im Sinne der tatsächlichen Wahrheit ohne jegliche Interessenskonflikte aufzuarbeiten. Unter dem Deckmäntelchen von Kultur ,progressiven,korrekt-politischen Statements und Pseudosatire,dazu in der Tarnung eines freundlichen Hirnhotels versucht hotelharakiri.de letztlich alle Sparten der Gesellschaft zu unterwandern und nach eigenem Bild neu gestalten.

In diesem Zusammenhang wagt sich  der scheinbar harmlose ,eher wirre Swami jetzt am 7.Oktober bewusst in die Kneipe Moseleck,Frankfurt/Main , um dort seine (gefährlichen) Laughter of truddds einzustudieren. Er mischt sich dabei in eine dort im Rahmen der Buchmesse stattfindenden Veranstaltung des Merveverlages und anderen. Dabei ist zu beachten, das der Swami seine gefährlichen Mitarbeiter ebenfalls in das dortige Geschehen einwebt. Er gibt dort auch Teachings(Gehirnwäsche) und ähnliches.

http://www.hotelharakiri.de erscheint aber nach aussen hin als ein erfrischender Internetblog mit Tiefgang. Mit aufstrebenden Schreiberlingen und engagierten Mitmenschen und mit dem Talent doch Dinge erfassen zu können , die so in gebündelter Form sonst nicht zusammengefasst sind. Das gesamte Leben ist darin abgebildet samt seinen Wurzeln. Ängste, Hoffnungen ,Träume und Wahrheiten werden hier aufgezeigt ohne eine eigene Meinung darüber nicht entstehen zu lassen. Die Bevormundung wie etwa bei anderen Blogs entfällt hier ganz. Zumindest wollen das , die hier mitarbeitenden Personen, denn

Wer vorneweg geht, läuft nicht hinterher!!!